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Unser Therapieangebot beinhaltet individuell auf den Patienten zugeschnittene Behandlungswege

Kindliche Sprach- und Sprechstörungen

Eine verzögerte oder gestörte Sprachentwicklung kann alle Ebenen der Sprache und des Sprechens betreffen:
Hörverarbeitung, Mundmotorik, Sprachverständnis, Wortschatz, Grammatik, Artikulation und Redefluss.
Bei sehr kleinen Kindern können im Rahmen einer logopädischen Spieltherapie notwendige Voraussetzungen im Bereich Wahrnehmungs-, Spiel- und Kommunikationsentwicklung erworben werden.
Im Vorschulalter erfolgen auf kindgerechte Weise systematischer Wortschatz- und Grammatikaufbau sowie Anbahnung und Festigung betroffener Laute. Dabei spielt die Förderung von Sprechfreude und Selbstbewusstsein eine wichtige Rolle.
Daneben zeigen wir stets Möglichkeiten auf, die Sprachentwicklung zu Hause zu unterstützen.

Ein besonderes Anliegen ist uns die Früherkennung:
„Wie spricht mein Kind“?
„Stottert mein Kind“?
Bevor Sie sich Sorgen machen, lassen Sie die Sprachentwicklung ihres Kindes durch eine fundierte logopädische Diagnostik abklären.
Wir beraten Sie fachkompetent und geben Ihnen Tipps, wie sie die Sprachentwicklung ihres Kindes selber fördern können.
Frühe Förderung kann Probleme vermeiden, Kosten mindern.
Wir führen auch gerne Schulungsmaßnahmen für MitarbeiterInnen von Kindertagesstätten durch.

Myofunktionelle Störungen(Orofaziale Dysfunktionen)

Myofunktionelle Störungen meinen ein Spannungsungleichgewicht der Muskulaturen im Mund-/ Gesichtsbereich.
Dies kann zu einer offenen Mundhaltung, falscher Zungenruhelage, falschem Schluckmuster, Gebissanomalien oder Artikulationsstörungen wie Lispeln führen.
In der Therapie erfolgen zunächst ein gezieltes Training v.a. der Zungen- und Lippenmuskulatur und das Einhalten einer korrekten Zungenruhelage.
Im Anschluss wird das richtige, gegen den Gaumen gerichtete Schlucken erlernt und Artikulationsfehler können korrigiert werden.
Muskelbalance und korrekte Bewegungsabläufe im Mundbereich sind auch für den dauerhaften Erfolg kieferorthopädischer Behandlungen von großer Bedeutung.

Neurologisch bedingte Sprach-, Sprech-,Stimm- und Schluckstörungen

Sprach- Sprech- Stimm- und Schluckstörungen, sowie Fazialisparesen (Gesichtslähmungen) im Erwachsenenalter nach:

-    Schlaganfall
-    Hirnblutung
-    Schädel-Hirntraumen
-    Tumoren

    Und neurologischen Erkrankungen wie z.B.
-    Parkinson
-    MS
-    Alzheimer-Demenz
-    ALS
-    MSA u.a.

Wir bieten eine Therapie, die individuell auf die Bedürfnisse der Betroffenen abgestimmt wird und auf den bestehenden Fähigkeiten aufbaut, damit die Kommunikationsmöglichkeiten und die Verständlichkeit sowie das Schlucken soweit wie möglich wieder hergestellt werden.
Anleitungen zum eigenständigen Üben und zur Rückerlangung von Selbständigkeit werden gegeben und unter Umständen eine Anbindung an eine Selbsthilfegruppe ermöglicht.
Die Angehörigen werden umfassend beraten und gegebenenfalls in die Therapie miteinbezogen.

Redeflussstörungen(Stottern/Poltern)

Dehnungen, Blockierungen und Wiederholungen von Lauten, Silben oder Wörtern kommen bei allen Sprechern vor, können den Redefluss aber massiv beeinträchtigen, wenn sie häufig und spannungsvoll auftreten.
Beim Versuch, die Symptome zu kontrollieren, entstehen meist noch mehr Folgeprobleme wie Anspannungen, Mitbewegungen, Vermeiden von Wörtern oder Situationen bis zum sozialen Rückzug.
Daher sind Akzeptanz des Stotterns und Abbau von Vermeideverhalten zunächst wichtige Therapieziele.
Durch differenzierte Wahrnehmung der Symptomatik und Einüben verschiedener Techniken kann das Sprechen allmählich flüssiger gestaltet werden.
Ein vollständiges Verschwinden der Redeflussstörung ist bei Erwachsenen nicht zu erwarten, jedoch kann die Rückkehr zum ursprünglich lockeren Stottern und ein leichterer Umgang die Problematik deutlich entspannen.

Stimmstörungen(Dysphonien)

Stimmstörungen äußern sich in Klangauffälligkeiten wie ständiger Heiserkeit, Missempfindungen beim Sprechen oder Stimmausfall in Belastungssituationen.
Dabei können organische Veränderungen wie Stimmlippenknötchen oder
-lähmungen vorliegen, häufiger sind aber reine Fehlspannungen der stimmgebenden Muskulatur die Ursache.
Hauptziel der Therapie ist daher, die verlorene Muskelbalance wiederherzustellen, um eine klangvolle und belastbare Stimmgebung zu ermöglichen.
Neben speziellen Stimmübungen beziehen wir dabei stets Ganzkörperspannung, Atmung, Artikulation und die differenzierte Wahrnehmung der Stimme durch Hören und Fühlen ein. Individuelle Beratung und Abstimmung der Therapieinhalte führen allmählich zur Umsetzung des Erfahrenen im Alltag und zur notwendigen Änderung des Stimmverhaltens.
Menschen in Sprechberufen oder Interessierten bieten wir auch Einzelstunden in Stimmbildung und Sprecherziehung, um Stimmstörungen vorzubeugen und die Leistungsfähigkeit zu verbessern.


Lernstörungen

E.(Elternteil):“Hast du deine Hausaufgaben gemacht“?
K.(Kind/Jugendlicher):“Nein“
E.:“Hast du den Text schon gelesen“?
K.: „Wir haben nichts auf.“

Bevor sich Lernunlust und Frust breit machen,
sollten gemeinsam individuelle Lösungsstrategien, die im Alltag umsetzbar sind, entwickelt werden.

Häufig werden Konzentrations-Aufmerksamkeitsstörungen und
Lese-Rechtschreibstörungen von einer leichten motorischen
Koordinationsstörung begleitet.

Eine spezielle Therapieform (NFR) hilft die rechte und linke Gehirnhälfte
Zu integrieren, die Lateralität zu definieren.
Mit dieser ganzheitlichen Therapieform wird die Reifung motorischer, kommunikativer und schriftsprachlicher Fähigkeiten gefördert.

Der Blick soll von den Schwierigkeiten auf die Stärkung der Fähigkeiten gelenkt werden.
Therapie als Ermutigung, sich den schulischen Anforderungen gewachsen
zu sehen.